Vor ein paar Tagen habe ich ja kurz angemerkt, dass ich auf einigen Expired Domains etwas merkwürdige PageRank Schwankungen feststellen konnte – und zwei Tage später hat auch Frank Doerr ähnliches gebloggt.
In seinem Posting vermutet Frank, dass IP-basierte Signale eine Rolle für diese Abwertung spielen könnten. Kurz zusammen gefasst ist die These, dass – sobald ein IP-Block eine gewisse Auffälligkeit vorweist (z.B. durch Spam Signale, hoher Anteil von X, etc.) – ein Quality-Rater evtl. alle Projekte dieses IP-Blocks anschaut und ggf. be- oder abwertet. Am besten, ihr lest selbst mal drüber: hier!
Aus meiner Sicht ist das zwar möglich – dennoch in meinem ganz konkreten Fall nicht passiert. Es wurde selektiv ent- bzw. abgewertet. Zwar sind durchaus auch einmal zwei oder drei Domains pro IP oder IP-Block betroffen, allerdings sind auf jeder dieser IPs auch Projekte zu finden, die nicht betroffen sind – obwohl sie demselben Schema bzw. Typ Domain entsprechen, wie die, auf denen der PR heruntergesetzt wurde.
In den Kommentaren zu Frank’s Beitrag sind auch noch einige Faktoren aufgekommen: Mit dabei waren u.a. Abstrafung durch AdSense Codes, Abstrafung durch gleiche Whois-Daten sowie Abstrafung bzw. Signal in der Form: „Nur SEO Projekte auf IP Adresse“ – auch hier muss ich sagen: Nope, thats not it! Aus meiner Sicht sind das grob fahrlässige Fehler – und keine dieser Signale können bei den Domains schuld gewesen sein
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage von Matt Cutts, die er am 08. Juni auf der SMX Advanced 2010 in Seattle gemacht hat. Entdeckt habe ich das Ganze in der Live-Coverage des „You&A with Matt Cutts“ auf seroundtable.com – wer zu Faul ist zum Suchen, hier die relevante Passage:

Grob übersetzt hat also Mr. Cutts (mal wieder) gesagt, dass sie gegen bezahlte Links gerne einfach so vorgehen, ohne das groß zu kommunizieren – und das eigentlich Wichtige: Sie hätten neue, „spassige“ Tools, die dabei helfen, bezahlte Links zu finden – und dann dagegen vorgehen, auf eine „lustige Art und Weise“.
Also – was liest man daraus? Nun, ich glaube nicht, dass das Tool hier irgendwas gemacht hat – maximal dabei geholfen, die Domains vorzufiltern – der Rest riecht zu sehr nach Handjob. Und sieht man sich das Tool mal genauer an, ist es vielleicht gar keins… sondern einfach nur das Ausfüllen von genügend Paid-Link / Spam Reports?! (edit: Danke Sascha, für den Hinweis…) – Aber PR-technisch mal wieder der Klassiker: „Woho… Paid Links sind böse, und wir haben Tools sie zu erkennen!“ Na dann… prost!

[...] This post was mentioned on Twitter by Bastian Grimm, Markus Klöschen. Markus Klöschen [...]
Hihi, nice post Bastian!
Cheers & schönes WE
Naja ist doch wahr
Am Ende des Tages alles nur heisse Luft um ein paar manuelle Eingriffe, die der Masse an Leuten Angst machen soll…
Danke für deine Sicht der Dinge. Nun, glaube nicht, dass es nur heiße Luft ist, da doch eine gewisse Menge an Seiten betroffen war. Und ich mit weiteren Restriktionen rechne. Was letztendlich der Ansatz von Goo war, schaun wir mal…